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Ehrenamtliches Engagement für geflüchtete und asylsuchende Menschen

Albatros gGmbH engagiert sich in zahlreichen Projekten und mit vielen Partnern in der Flüchtlingsarbeit.

Die Projekte sollen als Ausgangspunkt zur Einbindung und Vermittlung der Flüchtlinge in die unterschiedlichsten Bereiche der Gesellschaft dienen. Daran können sich auch ehrenamtliche Helfer beteiligen.

Integrationslotsen

Mit Integrationslotsen begleiten, beraten und unterstützen wir geflüchtete Menschen in allen Belangen berlinweit in unseren Kontakt- und Beratungsstellen, in Mehrgenerationenhäusern, Nachbarschaftszentren usw. sowie aufsuchend in verschiedenen Unterkünften (z.B. in Reinickendorf, Buch und in der Notunterkunft am Tempelhofer Weg in Schöneberg.)

Gesucht werden ehrenamtliche Helfer, die bei der Sprachmittlung helfen können und die Menschen zu Ämtern und zum Arzt begleiten wollen.

Derzeit suchen wir auch ehrenamtliche Paten, die vor allem jungen Menschen mit einer umfassenden Begleitung dabei helfen, sich für einen Arbeitsplatz oder Praktikumsplatz zu qualifizieren.

Willkommensinitiativen

Die durch Albatros gGmbH initiierten Willkommensinitiativen in Buch, Schöneberg und Reinickendorf bauen vor Ort Hilfsnetzwerke auf und koordinieren das Engagement von Ehrenamtlichen. Zudem unterstützen sie die geflüchteten Menschen dabei, eigene Projekte aufzubauen, so dass Hilfe zur Selbsthilfe wird.

Die Initiativen „Willkommen in Buch“, „UnterstützerInnennetzwerk Tempelhoferweg“ und „Willkommen in Reinickendorf“ halten regelmäßige Treffen der jeweiligen Unterstützerkreise ab. Menschen, die sich engagieren möchten, sind willkommen. Auch Sach- und Geldspenden werden verteilt.

„Willkommen in Buch“

Mit Entstehen der mobilen Flüchtlingsunterkunft für 480 Flüchtlinge in Buch, wird seit Ende 2014 im anliegenden Selbsthilfe-und Stadtteilzentrum das senatsgeförderte Projekt „Willkommen in Buch“ vom Träger Albatros gGmbH umgesetzt. Das Projekt hilft beim Aufbau von Hilfenetzwerken, informiert, unterstützt und koordiniert.

Ziel ist gemeinsam in Buch und Umgebung eine „Kultur des Willkommens“ zu schaffen und gemeinschaftliche Projekte und Angebote für Flüchtlinge zu unterstützen. Neben einer Bürgersprechstunde und ehrenamtlichen Hilfeangeboten für Flüchtlinge werden auch Angebote gemacht, die die Akzeptanz der Bewohner befördern und zugleich eine Kultur des interkulturellen Austausches entstehen lassen.

Um Geflüchteten das Ankommen im Stadtteil zu erleichtern, helfen viele Bürger aus Buch, Karow, Panketal und Umgebung sowie Engagierte aus Einrichtungen ehrenamtlich und mit vielfältigen Angeboten.

Der von Albatros gGmbH koordinierte Unterstützerkreis trifft sich monatlich für Information, Austausch und Koordinierung der Aktivitäten. Vieles zur Vorbereitung der ehrenamtlichen Unterstützung findet in Arbeitsgruppen statt, aber auch kurzfristige Unterstützung wird benötigt. Die Arbeitsgruppen sind aktiv in den Bereichen Sachspenden, Bildung, Gesundheit, Kinder- und Jugend, Ortserkundung, Kreatives, Fahrradwerkstatt, Ämterhilfe, Wohnungssuche und Übersetzungen.

"WIR- willkommen in Reinickendorf"

Willkommen in Reinickendorf“ ist eine Initiative von Menschen, die helfen möchten, Geflüchteten und Asylbewerbern das Leben und die Integration in Berlin zu erleichtern.

Mit dabei sind engagierte Bürger aus der näheren und weiteren Umgebung der Flüchtlingsunterkünfte, Kirchen, besonders die Lindenkirche mit dem Lindencafé, Schulen, politische Parteien, Organisationen und gemeinnützige Vereine, wie „Kein Abseits e.V“, „Gangway e.V.“, „Outreach Mobile Jugendarbeit Berlin“ sowie Institutionen und Behörden wie das Bezirksamt, die Jugendverkehrsschule und z.B. Integrationseinrichtungen der Polizei.

Eine wichtige Rolle spielt das Mehrgenerationenhaus und Stadtteilzentrum der Albatros gGmbH, mit einer großen Anzahl von kostenlosen Angeboten für Flüchtlinge. Besonders erwähnt seien hier die sprachkundigen Integrationslotsinnen, die Angebote für Frauen und Mädchen, die Fahrradwerkstatt, die Sprach- und Kulturmittler, die Migranten aus Südosteuropa unterstützen, die Angebote zur frühkindlichen Bildung sowie die umfangreiche Sozialberatung in diversen Sprachen.
Durch das Netzwerk werden auch Ferienschulen für Kinder, die weniger als ein Jahr in Deutschland sind, eine arabische Frauengruppe und Schwimmkurse angeboten.

Ca. 150 Menschen engagieren sich, indem sie Deutschkurse geben, die Kleiderkammer betreuen, die hauptamtlichen Helfer unterstützen etc.

Jeden ersten Dienstag im Monat findet um 18.30 Uhr das Netzwerktreffen im Mehrgenerationenhaus der Albatros gGmbH Auguste-Viktoria-Allee 17a, 13403 Berlin. Dort treffen sich Ehrenamtliche, Heimbetreiber, Bezirksvertreter, Vertreter der Bürgervollversammlung, Vertreter von Parteien und der Kirchen.

Spenden werden koordiniert – eine Liste der benötigten Sachspenden und eine Kontonummer für Geldspenden ist hier einsehbar: http://www.wir-netzwerk.de/index.php/unterstuetzung/spenden

Besonders gebraucht werden: Kinderkleidung, Schulmaterial, Sportsachen und BVG-Tickets, zudem Kleiderstangen und Kleiderbügel, um die Spenden zu sortieren und verteilen zu können. Auch ehrenamtliche Helfer zur Koordination und Sortierung der Spenden sind willkommen (Kontakt: ehrenamt@albtrosggmbh.de)

Jeden Montag ist auch das Spendentelefon besetzt. Telefonnummer: 030/322922185

Am 19.9. findet auf dem Gelände der Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik das 3. Begegnungsfest für Nachbarn, Bürger und Flüchtlinge statt.

UnterstützerInnennetzwerk Tempelhoferweg

Albatros gGmbH beteiligt sich derzeit am Aufbau eines UnterstützerInnennetzwerks in der Notunterkunft am Tempelhofer Weg in Schöneberg.

Berliner können hier z.B. unterstützen durch ihr Engagement in den Unterstützerkreisen der Einrichtungen. Es gibt Arbeitsgruppen zu bestimmten Themen wie Sprachkurse, Veranstaltungen, Unterstützung bei der Wohnungssuche, Begleitung zu Ärzten und Ämtern und andere Themen.
Es wird Hilfe bei der Sprachmittlung benötigt. Dafür werden mehrsprachige Menschen gesucht, die dolmetschen können;
Auch ehrenamtlich unterstützende Ärzte (und auch Psychotherapeuten) sind hilfreich für Konsultationen in der Einrichtung; es wäre gut, wenn sich ein Ärztenetzwerk im Bezirk bilden könnte, um Menschen b.B. kurzfristig untersuchen und behandeln lassen zu können;

Es werden Menschen für die Begleitung von Bewohnern zu verschiedenen Terminen gesucht, für Patenschaften und für Angebote, die den Menschen die Möglichkeit geben, aus der Tristesse ihres Alltags herauszukommen, dazu braucht es auch Spenden für die Durchführung der Angebote (z.B. Ausflüge, Malkurse, Eisessen)
Auch sportliche Betätigung sind gefragt (z.B. Fitness - vielleicht gibt es eine Kette im Bezirk die Kontingente zur Verfügung stellen kann, Baden/ Schwimmen u.a.);

 

Folgende Spenden werden noch benötigt:

  • BVG-Fahrkarten
  • gut erhaltenes Spielzeug

Der Bedarf an materiellen Spenden variiert. Am besten ist es, in der Einrichtung nachzufragen. Auf der Facebook-Seite "Schöneberg hilft" wird der aktuelle Bedarf auch angezeigt.

info-compass.eu

info-compass.eu ist eine Neue Informations- und Kommunikationsplattform, die am 31.8.2015 öffentlich vorgestellt wurde.

Die digitale Plattform info-compass.eu macht Informationen multilingual und geräteübergreifend zugänglich und schafft eine Infrastruktur zur einfachen kollaborativen Erfassung und Pflege von Daten.

Mit dem „Video Guide“ werden über die Plattform mehrsprachige Erklärungsvideos zu wichtigen und wiederkehrenden Fragestellungen angeboten.

Ein InfoPoint wurde in der Gemeinschatsunterkunft Haus 25 auf dem Gelände der ehemaligen Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik eröffnet.
Der InfoPoint ermöglicht Menschen, sich direkt in ihrem Wohnumfeld über verfügbare Angebote, Anlaufstellen und Veranstaltungen zu informieren. Im eigens entwickelten Präsentationssystem sind Informationen in Druckform aber auch digital verfügbar.

Das Projekt basiert auf der aktiven Einbindung eines dichten Netzwerks bestehender Initiativen und Projekte für Flüchtlinge, die aktiv an der Aufbereitung und Bereitstellung der Informationen beteiligt werden. Indem Einträge von den Akteuren selbst erstellt und aktualisiert werden, erreichen die Angebote eine größere Sichtbarkeit und eine bessere Abstimmung der unterschiedlichen Initiativen untereinander wird möglich.
Das Konzept zeichnet sich dadurch aus, asylsuchende und geflüchtete Menschen nicht nur als Informationsbedürftige zu betrachten, sondern sie aktiv als Teilnehmer in einen Prozess gegenseitiger Beratung einzubeziehen.

Berliner können dabei helfen, die Inhalte in verschiedene Sprachen zu übersetzen (z.B. arabisch, russisch, serbokroatisch, etc.) und einzupflegen und die eigenen sowie ihnen bekannten Aktivitäten anderer Institutionen auf die Plattform einzubringen.

Refugee Bikes

Dieses Projekt der Initiative "WIR- willkommen in Reinickendorf" soll Flüchtlinge und Asylbewerber der Wohnheime in Reinickendorf eine kostengünstige Möglichkeit der Mobilität bieten. Dazu werden in einer Fahrradwerkstatt alte, gespendete Fahrräder hergerichtet und an die BewohnerInnen ausgeliehen. Zudem werden sie dabei unterstützt, Fahrräder zu reparieren und aufzubauen, die dann ihnen selbst gehören.
Das Projekt wird in Kooperation mit dem Bezirk und der Polizei ermöglicht. Erwünscht sind Spenden gut erhaltener Fahrräder. Es werden auch ehrenamtliche Helfer gesucht, die beim Reparieren und dem Verleih der Fahrräder helfen.

Zukunftslabor für Arbeits(markt)integration

Albatros gGmbH entwickelt als Träger ein Projekt, das auf die passgenaue Vermittlung geflüchteter Menschen in Beschäftigung abgestimmt ist. Durch die individuelle Erfassung der Kenntnisse und Fähigkeiten der Menschen im persönlichen Gespräch, können notwendige Qualifizierungsmaßnahmen und Arbeitsangebote vermittelt werden.

Unternehmen, die Arbeitsangebote und Praktikumsplätze vergeben wollen, werden in einer Datenbank gesammelt. Angebote nehmen wir gerne entgegen: kontakt@albatrosggmbh.de

Gesundheitliche Versorgung

Die psychosoziale Kontakt- und Beratungsstellen der Albatros gGmbH sind sowohl in ihrer psychosozialen und sozialarbeiterischen Kompetenz in den jeweiligen Regionen eng mit Gesundheitsämtern, niedergelassenen Ärzten und Kliniken verzahnt. Hier können Flüchtlinge psychosoziale Hilfe finden und gezielte Weitervermittlung an psychologische und medizinische Facheinrichtungen erfahren. Auch hier werden bei der Vermittlung und Begleitung ehrenamtliche Mitarbeiter gesucht

Zusammen mit ipso gGmbH begründet Albatros gGmbH ein Projekt, das das Selbsthilfepotential und die Resilienzfähigkeiten der geflüchteten Menschen selbst stärkt. Flüchtlinge werden zu psychosozialen Counselors ausgebildet und organisieren dann Gruppendialoge innerhalb ihrer Peergroup in den Flüchtlingseinrichtungen. Im Rahmen dieser Gruppendialoge wird biografieorientierte, narrative Arbeit geleistet, bei der die eigenen Lebenserfahrungen gemeinsam reflektiert werden. Ziel ist es, die Selbstwirksamkeit der Menschen frühzeitig zu stärken, damit aus den schwierigen Lebenserfahrungen keine weitreichenden Belastungsstörungen erwachsen und Menschen mit Belastungsstörungen zu erkennen und an die entsprechenden professionellen Stellen zu vermitteln.

Parallel zu dieser Arbeit wird es mit den "Kulturcontainern" ein Angebot geben, das eine kulturelle Auseinandersetzung mit den eigenen kulturellen Werten ermöglicht und daran anschließend einen kulturellen Dialog eröffnen will, einerseits zwischen den verschiedenen Kulturen der Herkunftsländer der Flüchtlinge, andererseits auch mit interessierten deutschen Mitbürgerinnen und Mitbürgern.

Interessierte können sich an kontakt@albatrosggmbh.de wenden.