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Pilotprojekt in Reinickendorf

Neue Informations- und Kommunikationsplattform mit, von und für geflüchtete Menschen


info-compass.reinickendorf (http://info-compass.eu/) ist eine Informations- und Kommunikationsplattform für geflüchtete und asylsuchende Menschen und ihre Unterstützer in Berlin-Reinickendorf. Sie wurde am 31.08.2015 in der PRISOD-Gemeinschaftsunterkunft auf dem Gelände der ehemaligen Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik, Haus 25, öffentlich vorgestellt.

Ziel der Initiative ist es, Informationen und Angebote für Menschen so zur Verfügung zu stellen, dass sie die Zielgruppe wirkungsvoll erreichen. Das Projekt stützt sich dabei auf drei Ansätze:

Digitale Plattform


Die digitale Plattform info.compass.eu macht Informationen multilingual und geräteübergreifend (Mobil, PC, Tablet) zugänglich. Sie schafft eine Infrastruktur zur einfache kollaborativen Erfassung und Pflege von Daten. Alle gesammelten Informationen werden so aufbereitet, dass sie auch ausgedruckt am InfoPoint präsentiert und verteilt werden können.
Mit dem „Video Guide“ werden über die Plattform mehrsprachige Erklärungsvideos zu wichtigen und wiederkehrenden Fragestellungen angeboten. Mit audiovisuellen Mitteln können so Fragen von Zielgruppen beantwortet werden, die nur über geringe Sprachkenntnisse oder eine eingeschränkte Lesekompetenz verfügen.
Die Entwicklung befindet sich nach dem öffentlichen Start in einer Beta-Phase. In den nächsten Wochen werden weitere Inhalte ergänzt, bearbeitet und übersetzt.

Lokaler InfoPoint

Der erste InfoPoint des Compass Projektes wurde in der Gemeinschatsunterkunft Haus 25 auf dem Gelände der ehemaligen Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik am 31.08.2015 eröffnet.
Der InfoPoint ermöglicht Menschen, sich direkt in ihrem Wohnumfeld über verfügbare Angebote, Anlaufstellen und Veranstaltungen zu informieren. Die Räumlichkeiten werden dazu drei mal wöchentlich geöffnet und personell betreut. Im eigens entwickelten Präsentationssystem sind Informationen in Druckform aber auch digital verfügbar. Auf fest installierten Tablets können Informationen auch ohne eigenes Endgerät abgerufen werden. Es entsteht so ein Raum, um Menschen vor Ort individuell zu beraten, um Veranstaltungen mit Gruppen durchzuführen und um redaktionell an der Weiterentwicklung des Informationsangebots zu arbeiten.

Lokales Netzwerk

Das Projekt basiert auf der aktiven Einbindung eines dichten Netzwerks bestehender Initiativen und Projekte für Flüchtlinge, die aktiv an der Aufbereitung und Bereitstellung der Informationen beteiligt werden. Indem Einträge von den Akteuren selbst erstellt und aktualisiert werden, erreichen die Angebote eine größere Sichtbarkeit und eine bessere Abstimmung der unterschiedlichen Initiativen untereinander wird möglich.
Das Konzept zeichnet sich dadurch aus, asylsuchende und geflüchtete Menschen nicht nur als Informationsbedürftige zu betrachten, sondern sie aktiv als Teilnehmer in einen Prozess gegenseitiger Beratung einzubeziehen: als Mitarbeiter, Vermittler und potentielle Initiatoren von Aktivitäten, die sich selbst für die Verbesserung der Situation geflüchteter Menschen einsetzen. 
Private und professionelle Unterstützer profitieren gleichermaßen. Sie können ihre Angebote besser darstellen und vermitteln, es wird eine direkte Schnittstelle zu Menschen mit Hilfe-Bedarf geschaffen und Mitarbeiter werden entlastet, wenn Hilfe zur Selbsthilfe wird. Parallel zur Entwicklung der Plattform wird deshalb ein partizipativer Prozess initiiert, an dem bestehende Netzwerke und Flüchtlinge aus Reinickendorf beteiligt sind. Gemeinsam wurde so bereits mit der Sammlung und Übersetzung sowie der audiovisuellen Aufbereitung verfügbarer Informationen begonnen.

Das Projekt basiert auf einer gemeinsamen Initiative des Integrationsbeauftragten des Bezirksamtes Reinickendorf, der PRISOD GmbH (www.prisod-wohnen.de), der Albatros gGmbH (www.albatrosggmbh.de) sowie der Designgruppe place/making (www.place-making.org).

Die digitale Plattform wird finanziert durch Pegasus GmbH für soziale und gesundheitliche Innovation (www.pegasusgmbh.de).